“Heldin” – Ein Film, der tief berührt und zum Nachdenken anregt

Der Film „Heldin“ hat mich auf eine Weise berührt, die schwer in Worte zu fassen ist. Es war, als ob mir jemand einen Spiegel vorgehalten hätte, und plötzlich brannten Tränen in den Augen. Der Film hat mir gezeigt, wie sehr ich mich in diesem Beruf, der mich seit Jahren prägt, selbst wiederfinde. Ich betrauerte nicht nur mich selbst, sondern jede Pflegekraft, jeden Arzt, jeden Patienten, jede Patientin und jeden Angehörigen. All die Menschen, die täglich in diesem System kämpfen und trotz ihrer unermüdlichen Arbeit immer wieder an ihre Grenzen stoßen.

In diesem Beruf gibt jeder jeden Tag sein Bestes, und doch reicht es nicht immer aus. Die Arbeitsbelastung wird immer größer, die Ressourcen knapper, und trotzdem bleibt die Verantwortung für das Wohl der Menschen stets bestehen. Auch wenn es oft frustrierend ist und ich mich manchmal frage, wie lange das noch in dieser Form weiterlaufen kann, liebe ich diesen Beruf nach wie vor. Es gibt mir so viel – die Begegnungen mit den Menschen, das Gefühl, gebraucht zu werden, und der Wunsch, etwas Gutes zu tun.

Trotz allem bin ich momentan froh, dass ich auf eine andere Art helfen kann. Die Pflege fehlt mir, doch ich habe Wege gefunden, weiterhin einen Beitrag zu leisten, auch wenn es nicht in der gewohnten Form ist. Es gibt Tage, da vermisse ich den direkten Kontakt zu den Menschen, das Gefühl, ihre Schmerzen zu lindern und ihnen beizustehen, aber gleichzeitig habe ich erkannt, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, Unterstützung zu leisten.

Mein Kind, das selbst Pflegekraft werden möchte, hat nach dem Film meine Worte gehört: „So ist es nicht mal nur als Ausnahme, so kann es jeden verdammten Tag sein.“ Doch trotz meiner Bedenken und der schwierigen Realität sagte mein Kind: „Und ich möchte diesen Beruf trotzdem erlernen.“ Diese Entschlossenheit hat mich beeindruckt. Es ist diese Leidenschaft, diese unerschütterliche Hoffnung, dass sich trotz allem etwas ändern kann. Und ich hoffe mit ihm, dass eines Tages das Gesundheitssystem die Anerkennung und die Unterstützung erhält, die es braucht, um wirklich für alle da zu sein – für die Pflegekräfte, die Ärzte, die Patienten und die Angehörigen.

Denn eines ist sicher: Wir sitzen alle im selben Boot. Egal ob Pflegekraft, Arzt, Patient oder Angehöriger – wir sind aufeinander angewiesen. Wir müssen uns gegenseitig unterstützen und die Herausforderungen gemeinsam angehen. Das sollten wir nie vergessen, vor allem nicht in einer Zeit, in der das Gesundheitssystem immer wieder an seine Grenzen stößt.

Ich hoffe, dass dieser Film nicht nur mich, sondern viele andere dazu anregt, über die Realität der Pflege nachzudenken und mehr Bewusstsein für die Menschen zu schaffen, die in diesem Beruf tagtäglich ihr Bestes geben. Denn die Pflege ist ein Beruf, der so viel mehr verdient – nicht nur Anerkennung, sondern auch die nötigen Ressourcen und die Unterstützung, um weiterhin mit Hingabe arbeiten zu können.

Ich werde weiterhin hoffen, dass bessere Zeiten kommen – für das Gesundheitssystem und für all die Menschen, die Teil davon sind.

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